1912: Wanderkarte Dransfeld
 
(Reproduktion einer Fotografie .. Nachlass FR)
 
Die als Wüstungen bezeichneten Orte Hägerhof, Grophagen und Wetenborn sind verlassene Siedlungsgebiete des Mittelalters.
 
Wüstung Hägerhof: Diese Siedlung wird 1318 erstmals urkundlich erwähnt worden sein. Etwa 1519/20 soll sie verlassen worden sein. Aus der Farbe des Grases auf der dortigen Wiese sollen die Fundamente der Häuser noch erahnt werden können. Ansonsten ist diese Wüstung weitestgehend verschwunden. Das heutige Gut Hoya soll erst vor 250 Jahren entstanden sein.
 
Wüstung Grophagen: Von Grophagen soll kaum noch etwas zu erkennen sein. Wegen der dortigen Tonkuhlen wird vermutet, dass sich hier im 11.Jahrhundert Töpfereien befanden. Erstmals urkundlich erwähnt wird die Siedlung in der 150 Personen gewohnt haben sollen, im Jahr 1380. Die Siedlung soll um 1400 aufgegeben worden sein. In Dransfeld erinnerte noch bis 1934 das Gropentor in der Stadtmauer an diese Siedlung.
 
Wüstung Wetenborn:
Diese Wüstung lieg auf dem Gemeindegebiet der Ortschaft Scheden wobei das Areal der Kirchengemeinde St.Martini in Dransfeld gehört. Hier wurden im Jahr 1975 die Grundmauern einer Kirche ausgegraben.
 
(Fotografie aus der Wikipedia .. © 2009 Jan Stubenizky)
 
Nach dem Hofhaltungsregister des Schlosses von Hann Münden war die Siedlung noch 1397/1398 bewohnt. Folgend soll der Wetenborner Pfarrer mit den meisten Einwohnern der Siedlung nach Dransfeld übersiedelt sein. Über den Grund warum die Siedlung aufgegeben wurde, konnte bisher nichts gefunden werden.
 
 
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